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Josef AntonHeinrich

4.8.1702 Ägeri, 23.10.1784 Ägeri, kath., von Ägeri. Sohn des Johann Jakob (->). Franziska Ulrich, von Steinen. H. studierte bis 1716 an der Univ. Pavia und wurde 1717 Kanzler des Abtes von Engelberg (nochmals 1726-27). Er begann seine lange polit. Karriere nach dem Tod seines Vaters 1720, als er - erst 18jährig - dessen Nachfolge als Landvogt im Maggiatal antrat und die Amtszeit beendete. Von 1723 an war er an vielen Gesandtschaften beteiligt. 1729-65 war H. Ägerer Ratsherr, 1730-32 Landvogt im Rheintal, 1744-46 im Thurgau, 1750-52 in Locarno und 1763-65 in den oberen Freien Ämtern. 1754-56, 1763-65 und 1772-74 fungierte H. als Ammann des Standes Zug. Im 2. Harten- und Lindenhandel wurde ihm 1765 als Parteigänger der Linden der Prozess gemacht. Obwohl er von allen Ämtern ausgeschlossen werden sollte, wurde ihm nach der Beilegung der Krise nochmals die Ammannswürde übertragen. 1736 wurde er Ritter vom goldenen Sporn und röm. Graf. 1742 übernahm er als Hauptmann eine Kompagnie in span. Diensten (Regiment Sury). H. war ein führender Vertreter der ländl. Oberschicht des Ancien Régime, der auch dank seines Reichtums in zahlreiche Ämter kam (Ämterkäufe).

Quellen und Literatur

  • E. Zumbach, «Die zuger. Ammänner und Landammänner», in Gfr. 85, 1930; 87, 1932
  • Ägerital - seine Gesch. 2003
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