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Gibollet

Eine der ältesten Fam. von La Neuveville, die mit Cuano am Ende des 14. Jh. zum ersten Mal erwähnt wurde. Seine Söhne Perro und Richard bildeten zwei Zweige. Der zweite, von Richard begründete Zweig liess sich in Solothurn nieder und starb um 1600 aus. Die G. amtierten in ihrer Heimatstadt Generationen lang als Ratsherren, Präs. der Bürgergemeinde, Notare, Pfarrer und Ärzte. Baruc (1647-1711) und François (1700) waren Bannerherren. Nach der Absetzung und Verbannung von Baruc kam es zu Streitereien zwischen den Stadtbehörden und dem Fürstbf. von Basel. Um 1770 waren vier G. Pfarrer in Erguël und La Neuveville. Einer von ihnen war François-Alphonse (1720-70), Berater des Fürstbischofs für die ref. Kirchen im Fürstbistum Basel. Die G. waren auch Verbündete einflussreicher Fam. des Fürstbistums (Chiffelle, Imer, Moschard) und von Neuenburg (Pourtalès). Victor (1819-83), der letzte Vertreter der Fam., war Botaniker und Besitzer der Burg Schlossberg in La Neuveville.

Quellen und Literatur

  • BurgerA La Neuveville
  • O. Clottu, «Les familles de la Neuveville, leur origine et leur destinée», in Actes SJE, 1949, 83-101

Zitiervorschlag

Imer, André: "Gibollet", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 11.07.2007, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026758/2007-07-11/, konsultiert am 24.11.2020.