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Steinerhandel

Der Steinerhandel gehört zu den für das 18. Jahrhundert typischen Aufständen (Soziale Konflikte) von Untertanen gegen ihre Obrigkeit. Im September 1783 bewilligte der Rat von Stein am Rhein trotz Verbots durch den Landesherrn Zürich ein preussisches Werbegesuch zur Rekrutierung von Söldnern (Reisläufer) im Städtchen. Im folgenden Streit besetzten Zürcher Truppen Stein am Rhein und nahmen die beiden Anführer des Widerstands, den Stadtvogt Johann Conrad Winz und dessen gleichnamigen Sohn, der das Amt des Gerichtsschreibers bekleidete, gefangen. Der Vater wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt, die er nicht überlebte, Johann Conrad Winz junior in die Verbannung geschickt. Letzterer kehrte 1800 als hablicher Mann aus der niederländischen Kolonie Berbice zurück, liess sich am Rheinfall nieder und vertrat 1805-1814 seine Heimatstadt im Schaffhauser Kantonsrat.

Quellen und Literatur

  • Pfaff, Robert: «Johann Conrad Winz», in: Schaffhauser Biographien, 4. Teil, 1981, S. 379-386 (Schaffhauser Beiträge zur Geschichte, 58).
  • Geschichte des Kantons Zürich, Bd. 2, 1996, S. 404-407.
Weblinks

Zitiervorschlag

Guisolan, Michel: "Steinerhandel", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.05.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026891/2021-05-25/, konsultiert am 04.08.2021.