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PaulHindemith

16.11.1895 Hanau (Hessen), 28.12.1963 Frankfurt am Main, prot., Deutscher, ab 1946 Amerikaner. Sohn des Robert Rudolf, Handwerkers, und der Maria Sophie geb. Wernecke. 1924 Gertrud Rottenberg, Tochter des Ludwig (Lazare), Kapellmeisters. 1907 nahm H. Violinunterricht bei Anna Hegner an Dr. Hoch's Konservatorium in Frankfurt am Main, ab 1908 bei Adolf Rebner. Kompositionsunterricht erhielt er ab 1912 bei Arnold Mendelssohn und Bernard Sekles. 1915 wurde er Konzertmeister im Frankfurter Opernhaus, 1927 Kompositionslehrer an der Musikhochschule Berlin. Als Bratschensolist trat H. ab 1924 in Schweizer Städten auf, auch spielte er in Schweizer Kurkapellen. 1933 wurden öffentl. Aufführungen seiner Werke in Deutschland verboten. H.s "Mathis der Maler" wurde im Mai 1938 am Stadttheater Zürich uraufgeführt; im November emigrierte H. nach Bluche (Gemeinde Crans-Montana), 1940 in die USA. Ab Sept. 1940 war er dort Prof. an der Yale University (New Haven). 1950 wurde er an die Univ. Zürich als Ordinarius für Musikwissenschaft berufen (1957 Honorarprofessor). Die Symphonie "Harmonie der Welt" wurde 1952 vom Basler Kammerorchester unter der Leitung von Paul Sacher uraufgeführt. 1952 erfolgte die Uraufführung seiner Zweitfassung der Oper "Cardillac" am Stadttheater Zürich. Ab 1953 lebte H. in Blonay. Der "Marsch für Orchester" über den alten "Schweizerton" entstand 1960 für die Univ. Basel zur Feier ihres 500-jährigen Bestehens. H. war ein bedeutender Solist, Komponist und Musiktheoretiker; seine Schriften und Kompositionen gelten als überragende Werke ihrer Zeit.

Quellen und Literatur

  • A. Briner, Paul H., 1971
  • H. Straumann, Kleine Erinnerungen an H.s Zürcher Zeit, 1971
  • Hommage à Paul H., 1973
  • G. Schubert, Paul H., 1981
  • A. Briner et al., Paul H., 1988
  • Der späte H., hg. von U. Tadday, 2004
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Lebensdaten ∗︎ 16.11.1895 ✝︎ 28.12.1963