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Claude-PhilibertThévenot

12.1.1715 Fresnes-sur-Apance (Champagne), 30.8.1775 Martigny, katholisch, aus Frankreich. Augustinerchorherr vom Grossen St. Bernhard, 1732 Profess. 1738 Priester, Kollektor in der Diözese Toul, Vikar in Lens, 1740 Pfarrer in Sembrancher. Ab 1741 führte Claude-Philibert Thévenot als Kapitelsprokurator in Rom gegen den Turiner Hof einen Prozess um das Propstwahlrecht und die Abtrennung des savoyisch-piemontesischen Besitzes der Propstei vom Grossen St. Bernhard. Nachdem diese 1752 erfolgt war, erhielt das Hospiz dank Thévenots Beziehungen finanzielle Hilfe durch die französische Krone und konnte die Pilgerfürsorge weiterführen. 1758 erfolgte seine Wahl zum Propst des Grossen St. Bernhard. Clemens XIII. erteilte ihm und seinen Nachfolgern 1762 das Recht der Pontifikalien und der Abtweihe. Interne Spannungen im Konvent bedrohten die Propstei in ihrer Existenz und bewogen Thévenot zum Rückzug auf sein Landgut in Lamarche (Vogesen).

Quellen und Literatur

  • HS IV/1, 204-206
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 12.1.1715 ✝︎ 30.8.1775

Zitiervorschlag

Gregor Zenhäusern: "Thévenot, Claude-Philibert", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 01.07.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027007/2011-07-01/, konsultiert am 19.05.2024.