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Morandini

Fam. von Kinobetreibern, die ursprünglich aus Verona stammte. Die Brüder Arturo, Attilio, Giovanni und Giulio liessen sich nach 1900 in Luzern nieder, wo sie vorerst als Fabrik- und Gelegenheitsarbeiter tätig waren. Giovanni wurde später Porträtfotograf und führte ein Wanderkino, während Giulio Trapezartist war. Die Brüder hatten Kontakte zur franz. Kinoszene und eröffneten um 1908 das erste Luzerner Kino, den Kinematograf Fédéral (ab 1909 Pathé), das bis 1913 bestand. 1911-19 führten sie auch das Central, 1915-16 veranstalteten sie Lichtspiele auf dem Gütsch, 1920-29 leiteten sie das Moderne (ehem. Victoria) und 1938-44 das Flora, wobei Giovanni jeweils die Direktion übernahm. 1932 bauten sie das Grosskino Capitol (1932-36 Inhaber, 1944-51 Geschäftsführer). Bis Ende der 1940er Jahre waren die M. die führenden Luzerner Kinobetreiber. In den 1950er Jahren kam das Helvetia in Brunnen hinzu. Ferner betrieben Arturo und sein Sohn im Tessin um 1930 ein Wanderkino, später besassen sie ein Kino in Mendrisio.

Quellen und Literatur

  • F. Bucher, Gesch. der Luzerner Kinos, 1971