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HansFinsler

7.12.1891 Heilbronn (Württemberg), 3.4.1972 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Jakob Julius, Kaufmanns. Bruder des Paul (->). Jane-Manuelita Schmidt. 1911-14 Stud. der Architektur in Stuttgart und München, 1915-19 der Kunstgeschichte u.a. bei Heinrich Wölfflin in München. 1922-32 Bibliothekar und Lehrbeauftragter an der Kunstgewerbeschule in Halle. In Ermangelung zeitgemässer Foto-Dokumentationen von kunstgewerbl. Schülerarbeiten begann F. ab 1926 als Autodidakt einen funktionalen Stil der Sachfotografie zu entwickeln und richtete eine Fachklasse für Fotografie ein. Seine erste Ausstellung "Neue Wege der Photographie" (1928) fand grosse Beachtung. F. beteiligte sich neben László Moholy-Nagy und Albert Renger-Patzsch als Pionier der "neuen fotografie" an der Ausstellung "film und foto" des Dt. Werkbundes, die 1929 auch in Zürich gezeigt wurde. Daraufhin wurde F. an die Kunstgewerbeschule Zürich berufen, wo er ab 1932 die erste Fachklasse für Fotografie aufbaute. Dort prägte er mehrere Generationen von Schweizer Fotografen, u.a. Werner Bischof und René Burri. F. blieb bis ans Ende seiner Lehrtätigkeit 1957 der sachbezogenen Fotografie verpflichtet. Ebenfalls 1932 trat er dem Schweiz. Photographenverband und dem Schweiz. Werkbund bei, als dessen Erster Vorsitzender er 1946-55 amtete. F. stellte seine eigenen Werke nur sehr selten aus, doch war er mit Ernst Rüst entscheidend an der Planung der Fotoausstellungen der Landesausstellung 1939 beteiligt. Daneben betrieb F. ein eigenes Atelier für Sach- und Werbefotografie und arbeitete v.a. für die Wohnbedarf AG, für industrielle Betriebe (u.a. Gebr. Fretz, Zürich; Heberlein, Wattwil) und für moderne Schweizer Architekten (u.a. Max Ernst Haefeli, Alfred Roth).

Quellen und Literatur

  • Mein Weg zur Fotografie, 1971 (21991)
  • Hans F., hg. von K.E. Göltz et al., 1991
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