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JohannesGanz

26.2.1821 Bülach, 16.4.1886 Zürich, ref., von Unterembrach und Zürich (1859). Sohn des Bauern und Viehhändlers Rudolf. 1842 Barbara (Babette) Eschmann, Tochter des Jakob, Schusters, von Schönenberg. Lithografenausbildung in Wädenswil und München. 1843 eigenes Lithografieatelier in Zürich, ab 1844 Papierwarenproduktion und -verkauf, graf. Verlag. G. erlernte 1859 beim franz. Wanderfotografen Choquet das Fotografieren, bildete sich 1860 bei B. Winsel in München und André Disdéri (?) in Paris weiter und erbaute 1867-68 ein Geschäftshaus an der Zürcher Bahnhofstrasse. Sein Tageslicht-Porträtstudio fand bei Bürgertum und Prominenz grossen Zuspruch (Cartes-de-Visite). Um 1872 Entwicklung und Produktionsbeginn von Pinakoskopen (Projektionsapparate) und Diaserien, die er für den Unterricht propagierte. 1874-92 Filiale in Brüssel, geführt von seinem Sohn Julian (1844-92). 1883 Geschäftsübergabe an Rudolf (->). Pionier der Foto-Industrie in Zürich. Verantwortlicher für die Fotoabt. der Landesausstellung von 1883. Zahlreiche Auszeichnungen für künstler. Fotografie und das Pinakoskop.

Quellen und Literatur

  • T. Ganz, Die Welt im Kasten, 1994
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Lebensdaten ∗︎ 26.2.1821 ✝︎ 16.4.1886

Zitiervorschlag

Perret, René: "Ganz, Johannes", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.05.2005. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027245/2005-05-12/, konsultiert am 06.12.2020.