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MarcelBreuer

21.5.1902 Fünfkirchen (heute Pécs, Ungarn), 1.7.1981 New York, ungar. Herkunft, später Amerikaner. Stud. in Wien, 1922-28 Leiter der Schreinerwerkstatt des Bauhauses in Weimar und Dessau. 1928-35 Architekt in Berlin, um 1934 in Zürich und 1928-37 in London. 1938-41 Partner von Walter Gropius in Cambridge (Massachusetts, USA). 1937-46 Prof. an der Univ. Harvard. Ab 1946 eigenes Architekturbüro in New York. In der Schweiz baute B. 1932 das Kaufhaus “Wohnbedarf” in Zürich (mit Robert Winkler), 1934 die Doldertalhäuser in Zürich (mit Alfred und Emil Roth), 1958 das Haus Stähelin in Feldmeilen, 1968-72 und 1976-79 das Kloster und die Empfangshalle der Schwestern von Baldegg sowie 1963-67 das Haus Koerfer in Ascona (Ortsteil Moscia). Er konzipierte Möbel aus verchromten Stahlrohren. Seit dem Bau des Hauses Harnischmacher (1932) in Wiesbaden (Hessen) neigte er zu einem Wohnprogramm mit ein- oder zweikernigem Schema und mit gegenseitiger Durchdringung von Innen- und Aussenraum. B. verfolgte einen pragmat. Baustil, der die Tastbarkeit des Materials sowie Licht- und Schattenspiele ins Zentrum stellte. Sein Schaffen integrierte Impulse aus der bildenden Kunst in eine perfekte Konstruktionssprache.

Quellen und Literatur

  • Marcel B. 1921-1962, hg. von C. Jones, 1962
  • G.C. Argan, Projet et destin, 1993 (ital. 1965)
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 21.5.1902 ✝︎ 1.7.1981

Zitiervorschlag

Barbey, Gilles: "Breuer, Marcel", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 09.01.2003, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027320/2003-01-09/, konsultiert am 27.10.2020.