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ErnstGisel

Südfassade des Parktheaters in Grenchen. Fotografie von Fred Waldvogel (gta Archiv/ETH Zürich, Vorlass Ernst Gisel).
Südfassade des Parktheaters in Grenchen. Fotografie von Fred Waldvogel (gta Archiv/ETH Zürich, Vorlass Ernst Gisel). […]

8.6.1922 Adliswil, 6.5.2021 Zürich, Sohn des Ernst Gisel, Sattlers. Marianne Sessler. Ernst Gisel absolvierte 1937-1940 eine Bauzeichnerlehre im Büro Hans Vogelsanger und besuchte 1940-1942 die Kunstgewerbeschule Zürich, bevor er sich der Architektur zuwandte. 1942-1944 wurde er im Büro von Alfred Roth in die Tradition der Moderne eingeführt. 1945 eröffneten er und seine Frau ein eigenes Architekturbüro. Gisels Aufträge umfassten Gemeinschaftszentren (Parktheater Grenchen, Kongresszentrum Davos), Schulhausbauten (u.a. Gymnasium und Technikum in Liechtenstein), Kirchen (Effretikon, Rigi-Kaltbad), Wohn- und Verwaltungsbauten sowie Grosssiedlungen in der Schweiz und in Deutschland. Gisel war Mitglied verschiedener Architektenverbände und unterhielt 1968-1971 ein Zweigbüro in Berlin. Daneben lehrte er 1968-1969 an der ETH Zürich sowie 1969-1971 an der Technischen Universität Karlsruhe. Gisel verfolgte mit seinen zahlreichen Bauten einen eigenständigen Weg und zählt zu den herausragenden Architekten der Schweiz nach 1945.

Quellen und Literatur

  • Maurer, Bruno; Oechslin, Werner (Hg.): Ernst Gisel Architekt, 1993.
  • Rucki, Isabelle; Huber, Dorothee (Hg.): Architektenlexikon der Schweiz 19./20. Jahrhundert, 1998, S. 220-222.
Weblinks
Normdateien
GND
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 8.6.1922 ✝︎ 6.5.2021

Zitiervorschlag

Elisabeth Ellenberger: "Gisel, Ernst", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 16.06.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027343/2021-06-16/, konsultiert am 29.06.2022.