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DionysImesch

23.5.1868 Mörel, 10.4.1947 Sitten, kath., von Zeneggen und Mörel. Sohn des Amadeus, Landwirts, und der Luise geb. Venetz. Bruder des Léopold (->). 1880-87 Kollegium Brig, 1887-90 Theologiestud. in Sitten, 1890 Priesterweihe, 1891 Bakkalaureat in Theologie an der Univ. Freiburg. 1891 Rektor von Mörel. 1891-1903 Lehrer für Geschichte und Griechisch am Kollegium Brig. 1903-17 Pfarrer von Naters. Ab 1917 Domherr von Sitten, 1934-36 Grosskantor und 1936-47 Grosssakristan des Domkapitels, 1940 päpstl. Hausprälat. Während Jahren Professor für Sozialwissenschaft am diözesanen Priesterseminar Sitten und Mitglied des Kirchengerichts. I. publizierte zahlreiche wissenschaftl. Arbeiten zu den unterschiedlichsten Themen und Epochen der Walliser Geschichte. Besonders erwähnenswert sind die Edition der beiden ersten Bände der "Walliser Landrats-Abschiede seit dem Jahre 1500", seine fundierten Beiträge zur Volkskunde des Wallis, zur Geschichte des Domkapitels und der Diözese Sitten sowie die Familienartikel für das "Hist.-Biogr. Lexikon der Schweiz". Als Archivar des Domkapitels 1918-47 leistete I. eine grosse Erschliessungsarbeit, als kant. Archivinspektor für das Oberwallis erstellte bzw. ergänzte er Inventare von Gemeindearchiven. 1900-45 Präs. des Geschichtsforschenden Vereins Oberwallis. Mitglied der Eidg. Kommission für Denkmalpflege. Mitbegründer der Kath. Männervereine und des Kath. Frauenbundes des Oberwallis. 1922 Dr. h.c. der Univ. Freiburg.

Quellen und Literatur

  • A. Julen, «Verz. der Schr. des Mgr. Dr. Dionys I.», in BWG 9, 1943, 331-348
  • P. Martone, «Dr. h.c. Dionys I. (1868-1947)», in BWG 20, 1988, 167-174
  • HS I/5, 502 f.
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