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HeinrichSchwery

14.6.1932 Saint-Léonard, 7.1.2021 Saint-Léonard, katholisch, von Saint-Léonard. Sohn des Camille Schwery, Steinbrechers, und der Marguerite geborene Terroux. Heinrich Schwery besuchte 1945-1953 das Petit séminaire in Sitten, an dem er die Matura ablegte, und studierte anschliessend Theologie am dortigen Priesterseminar sowie 1955 am französischen Seminar und an der Gregoriana in Rom. 1957 wurde er zum Priester geweiht. Er absolvierte ab 1957 ein Studium der Mathematik und theoretischen Physik an der Universität Freiburg, wurde 1961 Physiklehrer am Kollegium Sitten und leitete dieses 1972-1977 als Rektor. Schwery gehörte der Synode 72 an, welche die Umsetzung der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils vorbereitete. Sein Episkopat 1977-1995 in Sitten war durch die Niederlassung der katholischen Traditionalisten von Erzbischof Marcel Lefebvre in Ecône belastet. Schwery war Mitglied verschiedener Dikasterien in Rom, so 1978-1983 der Kongregation für das katholische Bildungswesen sowie 1996-2006 derjenigen für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse. 1983-1989 präsidierte er die Schweizer Bischofskonferenz. 1991 wurde er zum Kardinal ernannt (Titelkirche Santi Protomartiri a Via Aurelia Antica); 2005 nahm er am Konklave teil. In der Armee diente Schwery 1958-1977 als Feldprediger.

Quellen und Literatur

  • Wyder, Theodor (Hg.): Un quart de siècle d'épiscopat. Le Cardinal Henri Schwery. Prêtre, évêque, cardinal, 2002.
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Zitiervorschlag

Victor Conzemius: "Schwery, Heinrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 16.03.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027458/2021-03-16/, konsultiert am 19.05.2022.