de fr it

Buff

Textilkaufmannsfam. von Wald (AR). Die B. lösten Ende des 17. Jh. die Fam. der Landammänner Schläpfer als Lokalelite ab. Basis des Aufstiegs war die Gründung eines Textilhandelshauses durch Ulrich um 1700; zugleich wurde der Wohnsitz vom Weiler Rechberg, wo die Fam. seit 1463 ansässig war, ins Dorf verlegt. Tätigkeitsgebiete waren v.a. Süddeutschland und Frankreich. In der zweiten und dritten Generation wurde die Firma Bouff Père et Fils im Markenbuch von Lyon (1764/66) eingetragen. Zudem liess sich ein Familienmitglied der besseren Verbindung mit den süddt. Handelszentren wegen in Rheineck nieder. 1801 fand die erfolgreiche Handelstradition in der vierten Generation durch Konkurs ein Ende. Im Landhandel lehnten sich die B. politisch an die Fam. Wetter aus Herisau an. Im 18. Jh. dominierten sie die Vorsteherschaft Walds, überwarfen sich dabei aber mit den rivalisierenden Fam. Sturzenegger und Walser, die darauf die Gemeinde verliessen. Eigenmächtiges Vorgehen in der Armenpolitik führte 1789 zum Ausscheiden der B. aus den Behörden.

Quellen und Literatur

  • E. Züst, Wald, 1986

Zitiervorschlag

Fuchs, Thomas: "Buff", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 31.01.2003. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027469/2003-01-31/, konsultiert am 20.04.2021.