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WalterFrei

17.3.1927 Luzern, 2.4.2022 Langnau im Emmental, christkatholisch, von Luzern. Sohn des Hans Frei, Bühnenbeleuchters, und der Pauline geborene Stadelmann. 1952 Silvia Maria Cantieni, von Pigniu. Walter Frei besuchte das Gymnasium in Luzern und studierte 1947-1952 Theologie in Bern und Paris. Er wurde 1952 ordiniert und promovierte 1956 in Bern. 1952-1962 war er als Pfarrhelfer in Basel tätig. Er lehrte 1957-1992 als nebenamtlicher Professor für Kirchengeschichte (ab 1974 auch für Seelsorge) an der christkatholisch-theologischen Fakultät der Universität Bern und unterrichte 1966-1993 Musikgeschichte am Konservatorium Biel. Daneben führte Frei ab den 1970er Jahren eine psychotherapeutische Praxis und betätigte sich als Schriftsteller, Maler und Musiker. Sein Roman Der Stubenhocker (1968) wurde 1982 mit einer Ehrenurkunde der Accademia Italia ausgezeichnet. Er stellte seine Bilder, die meist der ungegenständlichen Malerei zuzurechnen sind, auch in Galerien im In- und Ausland aus, später vor allem zusammen mit Miniaturen seiner Frau. Die Leidenschaft des Paars galt der Erforschung und der stilechten Wiedergabe von mittelalterlichen Musikstücken; sie gaben als «Duo für Musik des Mittelalters und der Renaissance» Konzerte und nahmen auch Schallplatten auf.

Quellen und Literatur

  • Frei, Walter: Das Entstehen mehrstimmiger Musik und die Einheit des Glaubens, 1964.
  • Frei, Walter: Der Stubenhocker. Historischer Roman in abgekürztem Verfahren, 1968 (19762).
  • Frei, Walter: Das Neue in der Geschichte. Ein ökumenischer Vergleich über Zeit und Ewigkeit, 1978.
Weblinks
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Zitiervorschlag

Urs von Arx: "Frei, Walter", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.07.2022. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027545/2022-07-12/, konsultiert am 07.02.2023.