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AdolfThürlings

1.7.1844 Kaldenkirchen (heute Stadtteil von Nettetal, Nordrhein-Westfalen),14.2.1915 Bern, kath., ab 1872 christkath., Deutscher. Sohn des Peter Heinrich Adolph, Gymnasiallehrers und Organisten, und der Maria Gertrud geb. Schwippert. 1888 Brunhilde Böhner, Harfenistin am Konservatorium Köln. Stud. der Theologie und Musikwissenschaft an der Univ. Bonn, 1867 Priesterweihe, 1877 Dr. phil. an der Univ. München. 1868 Pfarrvikar in Heinsberg (Nordrhein-Westfalen), 1871 Suspension und Exkommunikation durch den Kölner Ebf. Paul Melchers, 1872-87 altkath. Pfarrer in Kempten (Allgäu). 1887-1915 Prof. für systemat. Theologie an der christkath.-theol. Fakultät der Univ. Bern, mehrmals Dekan, 1906-07 Rektor. S. lehrte auch Liturgik und Kirchenmusik und gilt als Schöpfer der Liturgie der deutschen altkath. Kirche (1885-88), in deren Klerus er zeitlebens blieb, sowie des Gesangbuchs der christkath. Kirche (1893) und der zugehörigen Orgelbücher. Zudem publizierte er zu musikwissenschaftl. Themen und machte sich um das Musikleben der Stadt Bern verdient. 1908 Dr. h. c. theol. der Univ. Bern.

Quellen und Literatur

  • Monatsschr. für Gottesdienst und kirchl. Kunst, 1915, 150-155
  • S. Kraft, Adolf T., Internat. Kirchl. Zs., 1985, 193-236
  • F.W. Bautz, Biogr.-bibliograph. Kirchenlex. 11, 1996, 1512 f.
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