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Kriegswäscherei

Die Bernerin Emma Müller-Vogt organisierte kurz nach Ausbruch des 1. Weltkrieges die erste K., der in allen Landesteilen Einrichtungen von langfristiger oder beschränkter Betriebsdauer folgten. Mit Unterstützung einiger bezahlter Arbeitskräfte wuschen und flickten unzählige Frauen ehrenamtlich - oft im Rahmen lokaler gemeinnütziger Frauenvereine - die Wäsche alleinstehender Soldaten und besorgten z.T. auch die Wäscheversorgung der Truppen, finanziert durch private Spenden und aus Mitteln der Nationalen Frauenspende. Im Rahmen des zivilen Frauenhilfsdienstes (Militärischer Frauendienst) wurden die K.en im 2. Weltkrieg als Teil der Wehrmannshilfe reaktiviert und ausgebaut. Nach 1945 stellten sie ihren Betrieb mehrheitlich ein.

Quellen und Literatur

  • M. Payot, Rapport de la lessive de guerre de Lausanne 1914-1919, 1920
  • J. Stüssi-Lauterburg, Helvetias Töchter, 1989
  • B. Mesmer, «Pflichten erfüllen heisst Rechte begründen», in SZG 46, 1996, 332-355
  • Vergessene Geschichte 1, hg. von M. Gosteli, 2000
  • R. Stämpfli, Mit der Schürze in die Landesverteidigung, 2002