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MathiasMorhardt

15.5.1863 Plainpalais (heute Gem. Genf), 9.4.1939 Capbreton (Aquitanien), von Genf, ab 1888 Franzose. Sohn des Jean-François-Emile, Uhrmachers, und der Kitty geb. Döhner. 1875-80 Collège Calvin in Genf. 1883 liess sich M. in Paris nieder. Er war Journalist, Schriftsteller, Kunstkritiker sowie ab 1888 Redaktor der Zeitung "Le Temps" und publizierte auch in der Presse des Genferseegebiets. M. unterstützte Schweizer Künstler in Paris, u.a. Ferdinand Hodler und Félix Vallotton. Gleichzeitig war er ein Förderer der franz. Kunst der Moderne in Genf, namentlich durch die Ausstellung der Werke von Pierre Puvis de Chavannes, Eugène Carrière und Auguste Rodin im Musée Rath im Jahr 1896. Als das gleiche Museum 1897 Plastiken Rodins ankaufte, trat er als Vermittler auf. Republikaner, eifriger Parteigänger von Alfred Dreyfus, 1898 Gründungsmitglied der Liga für Menschenrechte.

Quellen und Literatur

  • BGE, Nachlass
  • Critiques d'art de Suisse romande, hg. von P. Junod, P. Kaenel, 1993, 219-256
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 15.5.1863 ✝︎ 9.4.1939

Zitiervorschlag

Langer, Laurent: "Morhardt, Mathias", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.01.2009, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027750/2009-01-07/, konsultiert am 26.11.2020.