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FriedrichSchwab

19.2.1803 Biel, 5.9.1869 Biel, ref., von Biel, Bern und Nidau. Sohn des David (->). Ledig. Gymnasium, kaufmänn. Lehre in der Indiennefabrik Neuhaus & Cie. in Biel. Ab den 1840er Jahren widmete sich S. intensiv der Altertumskunde und der Urgeschichte. Ab 1855 war er korrespondierendes Mitglied der antiquar. Gesellschaft Zürich. Bei seinen Untersuchungen versch. Schweizer Seen entdeckte er 1857 die eisenzeitl. Station La Tène. Bekannt wurde S. v.a. wegen seiner einzigartigen archäolog. Sammlung. Diese schenkte er 1865 der Stadt Biel und vermachte ihr neben anderen Gaben auch 60'000 Fr. für den Bau eines Museums, das 1873 als Museum Schwab eröffnet wurde. S.s übrige Sammlung (u.a. Glasmalereien, Silber, Möbel) wurde 1869 versteigert. S. gilt als einer der Pioniere der schweiz. Erforschung der Seeufersiedlungen. 1843-68 Gemeinderat von Biel. Oberst im Sonderbundskrieg.

Quellen und Literatur

  • W. Bourquin, «Oberst Friedrich S. und die schweiz. Pfahlbauforschung», in Bielerseebuch, 1954, 60-86
  • W. und M. Bourquin, Biel, stadtgeschichtl. Lexikon, 1999, 384 f.
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