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DinoAlfieri

8.12.1886 Bologna, 2.1.1966 Mailand, italienischer Staatsangehöriger. Anwalt. Ursprünglich Nationalist, später Faschist, 1936-1939 Propagandaminister und 1940-1943 Botschafter Italiens in Berlin. Dino Alfieri stimmte am 25. Juli 1943 im Grossen Faschistischen Rat gegen Benito Mussolini und flüchtete am 24. Oktober in die Schweiz. Der Bundesrat verweigerte ihm das politische Asyl, tolerierte aber seine Anwesenheit, nachdem ihn die Faschisten im Prozess von Verona am 10. Januar 1944 zum Tode verurteilt hatten. Aufgrund seiner angegriffenen Gesundheit und dank der Intervention verschiedener katholischer Exponenten (u.a. Gonzague de Reynold sowie Viktor Bieler, Bischof von Sitten) konnte Alfieri bis 1948 in der Schweiz bleiben.

Quellen und Literatur

  • DDS 15-16
  • DBI 34, 54-58
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Kurzinformationen
Variante(n)
Edoardo Alfieri (Geburtsname)
Lebensdaten ∗︎ 8.12.1886 ✝︎ 2.1.1966

Zitiervorschlag

Mauro Cerutti: "Alfieri, Dino", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.05.2001, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027929/2001-05-03/, konsultiert am 30.09.2023.