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PaulBöttcher

2.5.1891 Leipzig, 17.2.1975 Leipzig, prot., später konfessionslos, Deutscher. Sohn des Hermann, Berufsoffiziers. 1) Maria Grab, 2) Rachel Dübendorfer. Schriftsetzer. 1908 Eintritt in die SPD, 1920 in die KPD. 1922-29 sächs. Landtagsabgeordneter, Okt. 1923 sächs. Finanzminister. 1929 nach Parteiausschluss Mitglied der Kommunist. Partei-Opposition (KPO). März 1933 Flucht nach Schaffhausen. Enge Kontakte zur dortigen KPO und zu Stadtpräs. Walther Bringolf. 1934 Abschiebung nach Frankreich. Nach seiner Wiedereinreise in die Schweiz 1940 mit Rachel Dübendorfer Tätigkeit für sowjet. Militärspionage. 1944 inhaftiert, im Juli 1945 Flucht nach Deutschland, im Okt. 1945 in Abwesenheit zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. 1946-55 in sowjet. Lagern.

Quellen und Literatur

  • BHE 1, 77
  • T. Bergmann, Gegen den Strom, 1987, 359 f.
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 2.5.1891 ✝︎ 17.2.1975

Zitiervorschlag

Hermann Wichers: "Böttcher, Paul", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.02.2016. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027966/2016-02-04/, konsultiert am 26.11.2022.