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WilhelmHerzog

12.1.1884 Berlin, 18.4.1960 München, isr., dann freireligiös, Deutscher. Sohn des Joseph, Kaufmanns. 1) Erna Morena, 2) Alice La Roche. Stud. der Germanistik und Kunstgeschichte in Berlin. Ab 1905 Schriftsteller und Journalist. Als Pazifist setzte sich H. im und nach dem 1. Weltkrieg für einen Ausgleich bzw. für Versöhnung mit den Kriegsgegnern ein. 1919 war er Mitglied der Kommunist. Partei Deutschlands, 1928 wurde er ausgeschlossen. Ab 1929 lebte er mehrheitlich in Frankreich und in der Schweiz. Im Febr. 1933 floh er aus Deutschland und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung in Basel. Ab 1934 verfasste er für die "National-Zeitung", die "Nation" und die "Arbeiterzeitung" v.a. kulturelle Beiträge, für Letztere unter dem Pseudonym Julian Sorel auch polit Artikel. Von der Bundesanwaltschaft beargwöhnt, genoss H. in Basel die Unterstützung sozialdemokrat. Regierungsräte. 1939 wurde er in Frankreich interniert. 1941 erfolgte die Emigration nach Trinidad (dort erneut interniert), 1945 die Weiterreise in die USA, 1947 die Rückkehr nach Basel und 1952 die Übersiedlung nach München.

Quellen und Literatur

  • Menschen, denen ich begegnete, 1959, (mit Bibl.)
  • NDB 8, 742 f.
  • BHE 2, 503
  • H. Weber, Dt. Kommunisten, 2004, 306 f.
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Lebensdaten ∗︎ 12.1.1884 ✝︎ 18.4.1960