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JosephWirth

6.9.1879 Freiburg im Breisgau, 3.1.1956 Freiburg im Breisgau, katholisch, Deutscher. Sohn des Karl, Werkmeisters. Ledig. Studium der Mathematik an der Universität Freiburg im Breisgau, 1905 Promotion. 1908 Gymnasiallehrer in seiner Vaterstadt, 1914-1920 und 1922-1933 Mitglied des Reichstags für die Zentrumspartei. Joseph Wirth wurde im Mai 1921 als Wortführer des linken Zentrums deutscher Reichskanzler, trat im November 1922 zurück, übernahm aber in späteren Kabinetten verschiedene Ministerien. Von deutsch-nationaler Seite als "Erfüllungspolitiker" beschimpft, emigrierte Wirth Ende März 1933 in die Schweiz und liess sich in Luzern nieder, wo er Kontakte zu Widerstandskreisen unterhielt. 1935-1939 lebte er in Paris, ab 1939 wieder in Luzern. 1949 kehrte Wirth nach Deutschland zurück. Er bekämpfte Konrad Adenauers Politik der Westintegration und trat für ein blockfreies vereinigtes Deutschland ein.

Quellen und Literatur

  • U. Schlie, «Altreichskanzler Joseph Wirth im Luzerner Exil (1939-1948)», in Exilforschung 15, 1997, 180-199
  • U. Hörster-Philipps, Joseph Wirth, 1879-1956, 1998
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 6.9.1879 ✝︎ 3.1.1956

Zitiervorschlag

Victor Conzemius: "Wirth, Joseph", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.11.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028010/2013-11-27/, konsultiert am 14.06.2024.