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FrancescoMisiano

26.6.1884 Ardore (Kalabrien), 16.8.1936 Moskau, Italiener. Sohn des Giuseppe und der Carolina geb. Zagarrese. 1911 Maria Conti, Grundschullehrerin. Angestellter der ital. Staatsbahnen in Neapel; 1907 Eintritt in die Sozialist. Partei Italiens. Als Führer der ital. Eisenbahnergewerkschaft von Turin wurde M. 1915 wegen gewerkschaftl. und kriegsfeindl. Tätigkeit verhaftet. Um einer Verurteilung als Deserteur zu entgehen, suchte er 1916 in Zürich Zuflucht. Hier wurde er Mitarbeiter der Sozialist. Partei Italiens in der Schweiz und wirkte 1916-18 als Herausgeber der Wochenschrift "L'Avvenire del Lavoratore", mit der er eine intensive propagandist. und organisator. Tätigkeit unter den Schweizer Arbeitern und Einwanderern entfaltete. Beim Spartakusaufstand in Berlin wurde er 1919 verhaftet, im gleichen Jahr freigelassen, worauf er nach Italien zurückkehrte und in die Abgeordnetenkammer gewählt wurde. 1921 gehörte er zu den Gründern der Kommunist. Partei Italiens. Ab Anfang 1922 lebte er zwischen Berlin, dem Zentralsitz des Internat. Arbeiterhilfswerks, und Moskau, wo er dessen russ. Sektion leitete.

Quellen und Literatur

  • F. Pieroni Bortolotti, Francesco M., 1972
  • Il movimento operaio italiano: dizionario biografico 1853-1943, hg. von F. Andreucci, T. Detti, Bd. 3, 1977
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Lebensdaten ∗︎ 26.6.1884 ✝︎ 16.8.1936