de fr it

WilhelmSchulz

3.3.1797 Darmstadt, 9.1.1860 Hottingen (heute Gem. Zürich), prot., Deutscher, ab 1843 von Seltisberg. Sohn des Johann Ludwig Adolf, Archivrats, und der Dorothea Friederike Vietor. 1) 1828 Caroline Sartorius, 2) 1847 Anna Katharina Bodmer, Tochter des Johann Georg, Ingenieurs. Offizierslaufbahn in Hessen, 1821-23 Rechtsstud., 1831 Dr. phil. in Erlangen. Mitglied der radikalen Giessener Schwarzen, 1834 zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, Ende 1834 Flucht nach Strassburg, dort Freundschaft mit Georg Büchner. Ab Sept. 1836 als Emigrant in Zürich, 1837-60 in Hottingen. Zum Kreis des Literar. Comptoirs gehörig. Freundschaft mit Gottfried Keller. 1836-39 PD für Verfassungskunde und Statistik an der Univ. Zürich. 1848-49 Darmstädter Abgeordneter im Frankfurter Parlament. S. war ein bedeutender wissenschaftl. und polit. Publizist; sein Hauptwerk "Die Bewegung der Produktion" (1843) übte starken Einfluss auf Karl Marx aus.

Quellen und Literatur

  • W. Grab, Dr. Wilhelm S. aus Darmstadt, 1987
  • M. Leuenberger, Frei und gleich ... und fremd, 1996, 149-160
  • H. Dvorak, Biogr. Lex. der Dt. Burschenschaft I/5, 2002, 359-362
  • NDB 23, 717 f.
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 3.3.1797 ✝︎ 9.1.1860