de fr it

Gustav AdolfWislicenus

20.11.1803 Battaune (Sachsen), 14.10.1875 Fluntern (heute Gemeinde Zürich), lutherisch, später reformiert, aus Sachsen. Sohn des Gottlob Timotheus, Pfarrers, und der (Vorname unbekannt) geborene Wachsmuth. 1834 Emilie Charlotte Giese, Tochter eines Pfarrers. 1821-1830 Studium der Theologie an den Universitäten Halle und Berlin, 1824-1829 wegen burschenschaftlicher Aktivitäten in Festungshaft. Ab 1834 Pfarrer in Kleineichstädt (Sachsen), ab 1841 in Halle. Theologisch geprägt von David Friedrich Strauss, verfasste Gustav Adolf Wislicenus religiöse Schriften, weshalb er 1846 als Pfarrer abgesetzt wurde. Fortan war er Prediger der Freien Gemeinde Halle, die er mitgegründet hatte. 1853 wurde Wislicenus wegen Gotteslästerung verurteilt und floh nach Nordamerika, 1856 übersiedelte er nach Hottingen, 1863 nach Fluntern. Hier führte er ein Pensionat, hielt Vorträge und verfasste unter anderem sein zweibändiges Hauptwerk "Die Bibel: für denkende Leser betrachtet" (1863-1864, 2. Auflage 1866).

Quellen und Literatur

  • F.W. Bautz, Biogr.-Bibliogr. Kirchenlex. 13, 1998, 1424-1426 (mit Werkverz.)
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 20.11.1803 ✝︎ 14.10.1875

Zitiervorschlag

Christian Baertschi: "Wislicenus, Gustav Adolf", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.11.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028099/2013-11-12/, konsultiert am 14.07.2024.