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KarlVölker

5.1.1796 Eisenach (Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), 2.10.1884 Kappel (heute Ebnat-Kappel), reformiert, aus Eisenach, ab 1829 von Altstätten. Sohn des Wilhelm Bernhard, Feldwebels und Kastellans der Wartburg, und der Sophie Hopf. 1) 1822 Menga Jecklin, Tochter des Peter, Churer Oberzunftmeisters, 2) 1857 Margaretha Fluri. 1814-1818 Rechtsstudien in Jena, 1819 geisteswissenschaftliche Studien in Tübingen. Burschenschafter, Teilnehmer am Wartburgfest. 1819 Flucht in die Schweiz, Turnlehrer in Hofwil sowie 1821-1824 an der Kantonsschule Chur. Flucht nach England, Lehrer in London, 1827 Gründung eines Knabeninternats in Liverpool, das Karl Völker 1839-1850 auf Schloss Heerbrugg weiterführte. 1850-1857 innovativer Präsident der landwirtschaftlichen Gesellschaft des Kantons St. Gallen. 1845-1862 liberaler St. Galler Kantonsrat, 1847-1860 evangelischer Erziehungsrat, 1849-1861 Bezirksgerichtspräsident. Danach publizistische Tätigkeit. Völker erwarb sich grosse Verdienste um die Rheinregulierung sowie das sankt-gallische Eisenbahnwesen.

Quellen und Literatur

  • KBSG, Nachlass
  • M. Krüger, «Karl Völker – "bündner. Turnvater" und europ. Pädagoge im Zeitalter der Revolutionen», in SZG 61, 2011, 168-188
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 5.1.1796 ✝︎ 2.10.1884

Zitiervorschlag

Albert Portmann-Tinguely: "Völker, Karl", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 24.07.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028136/2013-07-24/, konsultiert am 01.03.2024.