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AlfredTraber

29.3.1884 Winterthur, 5.4.1970 Zürich, konfessionslos, von Thundorf, ab 1918 von Zürich. Sohn des Jakob, Kurzwarenhändlers, und der Elisabeth geborene Güttinger. 1912 Anna Frauenfelder, Tochter des Theodor, Primarlehrers. 1899-1903 Lehrerseminar Küsnacht (ZH), 1916-1919 Rechtsstudium an der Universität Zürich (ohne Abschluss). 1903-1912 Lehrer in verschiedenen Zürcher Landgemeinden, 1906-1908 Hauslehrer in Palermo, 1912-1919 Lehrer in Zürich. 1909-1920 SP-Mitglied, 1921-1923 KP-Mitglied, ab 1925 wieder in der SP. 1916-1919 und 1925-1950 Zürcher Gemeinderat (1926-1943 Ratssekretär, 1945-1946 Präsident), 1917-1922 Kantonsrat, 1919-1922 Stadtrat (Polizei, dann Fürsorge). 1916-1919 Präsident der Strassenbahnergewerkschaft, 1923-1930 Sekretär des VPOD Zürich-Städtische. 1930-1949 Bezirksrichter. Als Stadtrat weigerte sich Alfred Traber 1919, eine Demonstration polizeilich aufzulösen und wurde deswegen zu sechs Tagen Gefängnis verurteilt. Der Abstinenzler und Freidenker verteidigte seine sozialistischen Ideale bis ins hohe Alter und kritisierte seine weniger prinzipientreuen Genossen immer wieder heftig.

Quellen und Literatur

  • Vom Werden der zürcher. Arbeiterbewegung, 1957
  • Ich war der "Trämlergeneral", 2011
  • StadtA Zürich
Weblinks
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 29.3.1884 ✝︎ 5.4.1970

Zitiervorschlag

Bernard Degen: "Traber, Alfred", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.06.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028321/2012-06-07/, konsultiert am 05.03.2024.