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NikolajRubakin

13.7.1862 Oranienbaum (ab 1948 Lomonossow, Russland), 23.11.1946 Lausanne, Russe. Der Pädagoge und Bibliograf R. war ein Anhänger der Partei der Sozialrevolutionäre. Er verfasste 280 millionenfach verkaufte Bücher und Broschüren zur Förderung der Volksbildung. Nach der Ausreise in die Schweiz 1907 baute R. zuerst in Baugy-sur-Clarens (Gem. Montreux), später in Lausanne eine Bibliothek auf und gründete dort 1928 das Institut international de Bibliopsychologie. R.s Bibliothek (rund 75'000-100'000 Bücher), besonders vor 1917 von revolutionär gesinnten russ. Intellektuellen oft benutzt, wurde 1948 zusammen mit seinem umfangreichen Archiv der Moskauer Leninbibliothek übergeben. Das wichtigste Werk des Begründers der Bibliopsychologie ist die kommentierte dreibändige Bibliografie "Sredi knig" ("Inmitten von Büchern" 1911-15, Nachdruck, Cambridge, 1973).

Quellen und Literatur

  • A.E. Senn, Nicholas R., 1977
  • J.-F. Fayet, «Nicolas A. Roubakine (1862-1946), un militant "culturo-révolutionnaire"», in Cahiers HMO 19, 2003, 71-87
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Lebensdaten ∗︎ 13.7.1862 ✝︎ 23.11.1946