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TadeuszKosciuszko

4.2.1746 Mereczowszczyzna (heute Weissrussland), 15.10.1817 Solothurn, kath., Pole, amerikan. Ehrenbürger, franz. Staatsbürger. Sohn des Ludwik, Obersten. K. war als Genieoffizier in Polen und kämpfte als Freiwilliger im amerikan. Unabhängigkeitskrieg. Er führte als oberster Chef den poln. Aufstand von 1794 an, wurde in Maciejowice geschlagen, in St. Petersburg inhaftiert und 1796 befreit. 1798 kehrte er nach einem zweiten Aufenthalt in den Vereinigten Staaten nach Europa zurück. K. hielt sich als polit. Flüchtling in Frankreich auf, lebte in Paris und bis 1815 in Berville bei Fontainebleau als Gast des helvet. Gesandten Peter Josef Zeltner. 1815 verliess K. Frankreich, um den Zaren zu treffen. Da er diesen nicht zur Befreiung Polens überreden konnte, beschloss er, sich in Solothurn bei seinem Freund Xaver Zeltner, Peter Josefs Bruder, niederzulassen. In Paris und in der Schweiz unterhielt er enge Verbindungen zu Frédéric-César de La Harpe, Johann Heinrich Pestalozzi, Antoine Blanchenay, Louis Reynier und Pietro Peri. Seine sterbl. Überreste wurden 1818 von der Jesuitenkirche Solothurn ins Krakauer Königsschloss überführt. Eine von Xaver Zeltner 1817 errichtete (und 1941 renovierte) Gedenkstätte in Zuchwil, die zu einem Pilgerort für seine Landsleute wurde, und eine Tafel von 1865 an seinem Haus erinnern in Solothurn an den poln. Helden.

Quellen und Literatur

  • D. Schneller, B. Schubiger, Denkmäler in Solothurn und in der Verenaschlucht, 1989, 41-43, 118-121
  • "Der letzte Ritter und erste Bürger im Osten Europas", hg. von H. Haumann, J. Skowronek, 22000
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Lebensdaten ∗︎ 4.2.1746 ✝︎ 15.10.1817