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HenriEmery

gegen 1400, zwischen dem 2.7.1495 und dem 8.4.1497, genannt d'Espagne, von Epagny (in Hochsavoyen oder im Greyerzerland), ab 1439 Bürger (bourgeois) von Genf. 1) Catherine, Tochter des Edlen Mathieu Bernard d'Espagne oder vielmehr d'Epagny, 2) Claudine de Dortenc, Witwe des Louis Ginodi des Jüngeren, Bürgers von Genf. Durch den Fernhandel, den er v.a. mit Spanien betrieb, gelangte E. zu einem ausserordentl. Vermögen. 1457-62, 1473-77 und 1481-87 war er Mitglied des Kl. Rates von Genf, ab dem 4.2.1487 Rat auf Lebenszeit, 1456 und 1484 Syndic, 1480 Erster Syndic. Er wurde mehrfach damit beauftragt, beim Hzg. von Savoyen, beim Kg. von Frankreich und beim franz. Thronfolger sowie bei den Eidgenossen im Hinblick auf eine Begünstigung der Genfer Messen vorzusprechen. 1473 war er am Entscheid beteiligt, zur Unterstützung von Bf. Johann Ludwig von Savoyen eine Sondersteuer in der Höhe von 700 Talern zu erheben. 1475 handelte E. nach den Burgunderkriegen mit Bern und Freiburg die Busse aus, die Genf für seine Parteinahme für Savoyen und Burgund bezahlen musste. Für seine zahlreichen Darlehen zu Handen der Stadt Genf erhielt E. den Erlös der Weinsteuer und andere Gewinne. E.s Versuche, eine Herrschaft zu erwerben, scheiterten. Erst sein Enkel François de Saint-Michel gelangte in den Besitz der Herrschaft von Avully am Fuss von Les Voirons (Savoyen).

Quellen und Literatur

  • Galiffe, Notices généal. 2 und 4
  • E.A. de Foras, Armorial et nobiliaire de l'ancien duché de Savoie 5, 1938, 320
  • A. Babel, Histoire économique de Genève, 1963
  • J.-F. Bergier, Genève et l'économie européenne de la Renaissance, 1963
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ um 1400 ✝︎ zwischen dem 2.7.1495 und dem 8.4.1497