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AloysMooser

27.6.1770 Freiburg, 19.12.1839 Freiburg, kath., von Niederhelfenschwil. Sohn des Joseph Anton (->) und der Elisabeth Fasel. 1) Maria Blanchard, 2) Rosa Blicklé. M. liess sich bei seinem Vater, im Atelier der Orgelbauerfam. Silbermann in Strassburg sowie u.a. in Mannheim und Wien beim Klavierbauer Anton Walter ausbilden. Ende 1796 kehrte er nach Freiburg zurück. Seine Hammerflügel waren sehr begehrt und zu deren Käufern zählten u.a. 1816 Marie-Louise von Österreich und nach 1834 Prinz Nikolai Borissowitsch Yusupow von St. Petersburg. Weltberühmt - nicht zuletzt dank zahlreicher literar. Zeugnisse - wurde M. durch die Erstellung der viermanualigen Orgel von St. Niklaus in Freiburg 1834. Bei dieser realisierte er die geniale Idee eines zum Narthex (Vorhalle) sprechenden Echowerks, die später oft imitiert wurde (z.B. kurz nach M.s Tod durch die Gebr. Callinet in Masevaux, Elsass) bzw. zu anderen Fernwerk-Lösungen inspirierte. Die grosse Freiburger Orgel stellt eine interessante Synthese zwischen dt. und franz. Orgelbau sowie klass. und frühromant. Elementen dar. Kleinere Instrumente wie die fast völlig erhaltene zweimanualige Brüstungsorgel von Montorge (Gem. Freiburg) von 1810 belegen die Kohärenz und handwerkl.-klangl. Qualität der Arbeiten M.s. Letztere bezeugte der junge Felix Mendelssohn auch bezüglich der 1814 errichteten Orgel in Bulle.

Quellen und Literatur

  • F. Seydoux, Der Orgelbauer Aloys M. (1770-1839), 1996
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Kurzinformationen
Variante(n)
Aloys Moser
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 27.6.1770 ✝︎ 19.12.1839

Zitiervorschlag

Seydoux, François: "Mooser, Aloys", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 17.11.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028612/2009-11-17/, konsultiert am 27.11.2020.