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Jean deCharpentier

Porträt des Gelehrten. Papierabdruck nach einer Daguerreotypie, um 1850 (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne).
Porträt des Gelehrten. Papierabdruck nach einer Daguerreotypie, um 1850 (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne).

7.12.1786 (Johann von C.) Freiberg (Sachsen), 12.9.1855 Bex, ref., von Vevey (1820). Sohn des Johann-Friedrich-Wilhelm, Professors an der Bergakademie von Freiberg. 1828 Therese Louise von Gablenz. Stud. in Pforta (Thüringen), dann in Freiberg. C. war zuerst Mineningenieur in Schlesien, ab 1808 war er in den Pyrenäen tätig, wo er sich der Geologie widmete und eine wichtige wiss. Abhandlung verfasste. Er studierte in Paris Chemie, als die Waadtländer Regierung ihm 1813 die Leitung der darniederliegenden Salinen von Bex anbot. C. liess sich in Les Dévens sur Bex nieder und blieb dort bis zu seinem Lebensende. Er verbesserte die Methode zur Salzgewinnung bzw. zum Abbau des salzhaltigen Gesteins, steigerte die Produktion und rettete so das Bergwerk. 1815 beteiligte er sich in Genf an der Gründung der Schweiz. Naturforschenden Gesellschaft. 1829 wurde er Ehrenprofessor der Akad. von Lausanne. Als anerkannter Experte wurde er oft mit der Begutachtung von Minen- und Tiefbauprojekten betraut. C. erlangte Berühmtheit durch seine Forschungen auf dem Gebiet der Gletschergeologie ("Essai sur les glaciers" 1841), der Botanik und der Malakologie. Die wiss. Tätigkeit verschuf ihm die freundschaftl. Anerkennung bekannter europ. Naturforscher, die sich in seinem Haus trafen und Sommerakademien durchführten.

Quellen und Literatur

  • Nachlässe in: SLA, BCUL
  • H. Balmer, «Jean de C., 1786-1855», in Gesnerus 26, 1969, 213-232
  • Geographers: biobibliographical studies 7, 1983, 17-22
  • R. Pièce, «Jean de C.», in Revue historique du Mandement de Bex, 1999, 26-43
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