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AlbertGockel

27.11.1860 Stockach (Baden, D), 4.3.1927 Freiburg, kath., Deutscher. Sohn eines Oberpostsekretärs. 1902 Paula Baumhauer, Tochter des Heinrich Baumhauer. Gymnasium in Konstanz, Stud. in Freiburg i.Br., Würzburg, Karlsruhe, 1885 Promotion in Heidelberg. 1885-95 Gymnasiallehrer an bad. Schulen. 1896 Assistent am Physikinstitut der Univ. Freiburg, 1901 PD, 1903 ao. Prof., Direktor des Instituts für Meteorologie und kosm. Physik. 1910 o. Prof., Direktor des Instituts für kosm. Physik. 1921-22 Rektor der Univ. Freiburg. G.s Interesse galt den luftelektr. Erscheinungen. Er widmete sich erst systemat. Messungen des elektr. Erdfeldes in Korrelation mit meteorolog. Verhältnissen und später solchen der Ionendichte und der radioaktiven Emanationen in der Atmosphäre. Solche Messungen führte er auch in den Alpen, im Jura, auf Seen und Gletschern, am Mittelmeer und in Nordafrika durch. Im Dez. 1909 unternahm er eine erste Ballonfahrt auf ca. 4'000 m zur Messung der Ionendichte der Luft in Abhängigkeit von der Höhe. Auf zwei weiteren Ballonfahrten bestätigte G., dass die Ionendichte mit der Höhe nicht - wie damals erwartet - abnimmt, sondern eher steigt. G. hat Ponierarbeit zur Entdeckung der kosm. Strahlung geleistet. 1916 Schläfli-Preis der Schweiz. Naturforschenden Gesellschaft. 1922 Dr. h.c. der Univ. Padua. Etwas über 100 Publikationen.

Quellen und Literatur

  • Das Gewitter, 1895
  • Verh. SNG 1927, 3-9, (Werkverz.)
  • H. Schneuwly, Albert G. et la découverte du rayonnement cosmique, 1990
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