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ClemensHess

9.9.1850 Zug, 27.1.1918 Frauenfeld, katholisch, später konfessionslos, von Zug. Sohn des Jakob Hess, Schreiners, und der Anna Maria Magdalena geborene Fridlin. 1877 Elisabeth Jenny Gertrud Fischer, genannt Gertrud, Tochter des Friedrich August Fischer, aus dem sächsischen Mittweida. Clemens Hess studierte 1869-1873 Mathematik und Physik am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich. Nach einem Auslandaufenthalt 1874-1877 als Lehrer der Physik am Technikum Mittweida unterrichtete er ab 1877 am Gymnasium und in der technischen Abteilung der Kantonsschule Frauenfeld. 1886 promovierte Hess mit einer Arbeit Über Helligkeit und Arbeitsverbrauch elektrischer Glühlampen. Das Hauptgebiet seiner Forschung bildete die Meteorologie. Von seiner wissenschaftlichen Tätigkeit zeugen 44 Vorträge zumeist über Erfindungen im Bereich der Elektrizität, gehalten im Kreis der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft. In deren Mitteilungen publizierte Hess 20 Abhandlungen. Ab 1879 führte er die meteorologische Station Frauenfeld und galt als schweizerische Autorität auf dem Gebiet der Gewitterkunde. Als Mitglied der Eidgenössischen Erdbebenkommission betrieb er auch Erdbeben- und Hagelforschung.

Quellen und Literatur

  • Poggendorff, Johann Christian: Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exakten Wissenschaften, Bd. 3, 1898; Bd. 6/2, 1937.
  • «Dr. Clemens Hess (1850-1918)», in: Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft, 100/1, 1918, S. 123-125 (Nachruf, mit Werkverzeichnis).
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Variante(n)
Klemens Xaver Anton Hess (Taufname)
Lebensdaten ∗︎ 9.9.1850 ✝︎ 27.1.1918

Zitiervorschlag

Christoph Mörgeli: "Hess, Clemens", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 28.04.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028854/2021-04-28/, konsultiert am 26.05.2022.