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Jean-Charles Galissard deMarignac

24.4.1817 Genf, 15.4.1894 Genf, ref., von Genf. Sohn des Jacob, Richters und Staatsrats, und der Suzanne geb. Le Royer. 1845 Marie Dominicé, Tochter des Denis, Gutsbesitzers. 1833-35 Stud. an der Akad. Genf, 1835-39 an der Ecole polytechnique und an der Ecole des mines in Paris. M. wirkte als Gesandter in Skandinavien und Deutschland, als er Jöns Jacob Berzelius und Justus von Liebig kennenlernte. Nach einem halben Jahr in leitender Stellung an der Porzellanmanufaktur von Sèvres wurde er 1841 Prof. für Chemie und 1845 Prof. für Mineralogie in Genf. M. bestimmte die Atomgewichte von 28 Elementen. Er beschäftigte sich auch mit dem Isomorphismus, was ihm ermöglichte, die Siliziumformel zu korrigieren. Nach seiner Pensionierung 1878 entdeckte M. zwei neue Elemente, nämlich 1878 das Ytterbium und 1880 das Gadolinium. Mitglied und Ehrenmitglied zahlreicher wissenschaftl. Gesellschaften und Akademien. 1886 Davy-Medaille der Royal Society.

Quellen und Literatur

  • Œuvres complètes, 2 Bde., 1902-03
  • BGE, Nachlass
  • E. Ador, «Jean-Charles Galissard de M.», in Archives des sciences physiques et naturelles 32, 1894, 5-61, 183-215, (mit Werkverz.)
  • Livre du recteur 3, 386 f.
  • DSB 9, 109-111
  • Les savants genevois dans l'Europe intellectuelle, hg. von J. Trembley, 1987, 180-192
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Zitiervorschlag

Buchs, Armand: "Marignac, Jean-Charles Galissard de", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 08.12.2009, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028878/2009-12-08/, konsultiert am 04.12.2020.