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AdolfPortmann

27.5.1897 Basel, 28.6.1982 Binningen, ref., ab 1926 konfessionslos, von Basel. Sohn des Adolf, Angestellten der Basler Verkehrsbetriebe, und der Elisabeth geb. Rohr. 1931 Geneviève Devillers, Französin. Biologiestud. in Basel, 1921 Promotion, 1926 Habilitation. 1923-31 Assistent, dank der Unterstützung eines privaten Gönners zahlreiche Forschungsaufenthalte in Deutschland und Frankreich. 1931 ao., 1933 o. Prof. für Zoologie, 1931-68 Direktor des Zoolog. Instituts der Univ. Basel, 1947 Rektor. 1962-69 Präs. der Schweiz. Hochschulrektorenkonferenz. 1948-53 Präs. der International Association of University Professors. P.s Arbeitsgebiet war zunächst die Morphologie und Entwicklungsgeschichte, ab 1937 verstärkt die Hirnausbildung und Anthropologie. Er propagierte eine Weltsicht, die das naturwissenschaftl.-mathemat. Denken mit der Ebene von Musik, Dichtung und Religiosität verband. Seine biolog.-anthropolog. Erkenntnisse wurden von der philosoph. Anthropologie rezipiert. Politisch der SP nahestehend, engagierte sich P. aktiv in der Volksbildung, u.a. in zahlreichen Radiovorträgen. 1938-64 präsidierte er die Basler Volkshochschule. Nach 1945 wurde P. von den franz. Besatzungsbehörden beim Wiederaufbau der südwestdt. Universitäten als Berater beigezogen. 1964-81 war er Präs. der Hermann Hesse-Stiftung in Bern, 1970 Gründer und bis 1975 Präs. der Stiftung Schweizer Jugend forscht. P. wurden zahlreiche Ehrungen zuteil, darunter vier Ehrendoktorate.

Quellen und Literatur

  • UBB, Nachlass
  • J. Illies, Das Geheimnis des Lebendigen, 1976
  • Revue suisse de zoologie 90, 1983, 9-11, (mit Werkverz.)
  • R.A. Stamm et al., «Adolf P., ein Rückblick auf seine Forschungen», in Verh. der Naturforschenden Ges. in Basel, 94, 1984, 87-120 (mit Werkverz.)
  • Uni Nova, 1997, Nr. 79/80
  • NDB 20, 644 f.
  • R.A. Stamm, «Adolf P.», in Zeitbedingtheit - Zeitbeständigkeit, hg. von G. Kreis, 2002, 57-73
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