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ErwinSchrödinger

12.8.1887 Wien, 4.1.1961 Wien, prot., Österreicher, ab 1947 auch Ire. Sohn des Rudolf, Tuchfabrikanten, und der Georgine Emilia Brenda geb. Bauer. 1920 Anna Maria Bertel, aus Salzburg. Stud. der Mathematik und Physik in Wien, 1910 Dr. phil., 1914 PD. 1914-18 Kriegsdienst. 1920 Umhabilitation nach Jena, dort kurz darauf ao. Prof. für Physik, 1920 ao. Prof. für theoret. Physik der Techn. Hochschule Stuttgart, 1921 o. Prof. der Univ. Breslau, 1921-27 o. Prof. der Univ. Zürich, 1927 o. Prof. der Univ. Berlin, 1933-36 Gastprof. der Univ. Oxford, 1936-38 o. Prof. der Univ. Graz, nach dem Einmarsch der dt. Truppen in Österreich Flucht nach Irland, 1940-56 Prof. am Institute for Advanced Studies in Dublin, 1956-58 o. Prof. der Univ. Wien. In Zürich beschäftigte sich S. mit der Weiterentwicklung der statist. Thermodynamik im Anschluss an Ludwig Boltzmann, wobei er mit Max Planck und Albert Einstein in näheren Kontakt kam. Angeregt durch die 1925 publizierte Dissertation von Louis de Broglie übertrug er den beim Licht festgestellten "Welle-Teilchen-Dualismus" auf materielle Teilchen wie Elektronen und schuf 1926 seine bahnbrechende Wellenmechanik. Diese bildete die Grundlage der neuen Quantenmechanik. In seinen späteren Lebensjahren befasste sich S. ohne durchschlagenden Erfolg mit der Weiterentwicklung der Einstein'schen Gravitationstheorie zur einheitl. Feldtheorie sowie mit den philosoph. Implikationen der Quantenmechanik, u.a. in der mehrfach aufgelegten Schrift "What is Life?" (1944) und dem postum erschienenen Werk "Meine Weltansicht" (1961). Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1933 Nobelpreis für Physik.

Quellen und Literatur

  • Gesammelte Abh., 4 Bde., 1984
  • Teilnachlässe in: Österr. Zentralbibliothek für Physik, Wien; PrivA Ruth Braunizer (Tochter), Alpbach
  • Erwin S.: Briefe und Dok. aus Zürich, Wien und Innsbruck, 1992
  • Eine Entdeckung von ganz ausserordentl. Tragweite: S.s Briefwechsel zur Wellenmechanik und zum Katzenparadoxon, hg. von K. von Meyenn, 2 Bde., 2011
  • DSB 12, 217-223
  • W. Moore, Schrödinger. Life and Thought, 1989
  • NDB 23, 578-580
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