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HeinrichSuter

4.1.1848 Hedingen, 17.3.1922 Dornach, ref., von Hedingen. Sohn des Johann Heinrich, Posthalters, und der Verena geb. Schmied. 1875 Hermina Müller geb. Frauenfelder, Tochter des Johannes. 1863 Industrieschule in Zürich, 1866-70 Stud. der Mathematik in Zürich und Berlin, 1871 Promotion an der Univ. Zürich bei Rudolf Wolf mit einer Arbeit zur Mathematikgeschichte. Vikar am Lehrerseminar Wettingen sowie an den Gymnasien Schaffhausen und St. Gallen. 1876-86 Mathematik- und Physiklehrer an der Kantonsschule Aarau sowie 1886-1918 an der Kantonsschule Zürich. Mit 40 Jahren erlernte S. die arab. Sprache und befasste sich neben seiner Lehrtätigkeit mit der Erforschung der Geschichte der Mathematik und der Astronomie im islam. Kulturraum. 1892 erschien seine Übersetzung des Mathematikerverzeichnisses im "Fihrist" des Ibn an-Nadīm, 1900 sein bio-bibliogr. Hauptwerk "Die Mathematiker und Astronomen der Araber und ihre Werke" (Nachdrucke 1972, 1981 und 1986) sowie 1914 die im Auftrag der Königlich Dän. Akademie der Wissenschaften zu Ende geführte Edition der astronom. Tafeln des al-Khwārizmī des 1911 verstorbenen Axel Björnbo. Daneben publizierte S. um die 50 meist kleinere Abhandlungen. 1921 Dr. h.c. der Univ. Zürich.

Quellen und Literatur

  • Beitr. zur Gesch. der Mathematik und Astronomie im Islam, hg. von F. Sezgin, 2 Bde., 1986 (Nachdr. der Schr. 1892-1922)
  • Vjschr. der Naturforschenden Ges. in Zürich 67, 1922, 407-413 (mit Werkverz.)
  • Isis 5, 1923, 409-417 (mit Werkverz.)
  • J. Sesiano, «S., Heinrich», in Writing the History of Mathematics, hg. von J.W. Dauben, C.J. Scriba, 2002, 533 f.
Weblinks
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VIAF

Zitiervorschlag

Neuenschwander, Erwin: "Suter, Heinrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 28.12.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028960/2011-12-28/, konsultiert am 13.06.2021.