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FritzZwicky

Porträt von Fritz Zwicky, 1970 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv, Bestand Comet Photo AG).
Porträt von Fritz Zwicky, 1970 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv, Bestand Comet Photo AG).

14.2.1898 Varna (Bulgarien), 8.2.1974 Pasadena (Kalifornien), von Mollis (heute Gemeinde Glarus Nord). Sohn des Fridolin, Kaufmanns, und der Franziska geborene. Wrcek. 1) 1932 Dorothy Vernon Gates, 2) 1947 Anna Margarita Zürcher. Fritz Zwicky kam 1904 nach Glarus. Nach der Oberrealschule in Zürich studierte er 1916-1920 an der ETH Zürich Mathematik und Physik, promovierte 1922 bei Peter Debye und wirkte bis 1925 als Assistent am Physikalischen Institut. 1925-1927 war er Research Fellow am Caltech in Pasadena, 1927 Assistenzprofessor, 1929 Associate Professor und 1942-1968 ordentlicher Professor für Astrophysik. 1933 leitete Zwicky aus der Bewegung der Galaxien im Coma-Haufen das Vorhandensein "dunkler Materie" ab. Mit Walter Baade veröffentlichte er 1934 die These, dass eine Supernova den Kollaps eines Sterns zu einem kompakten Neutronenstern darstelle. 1937 entdeckte er mit einem neuartigen Teleskop drei Supernovae, bis 1940 deren zwölf. Aus der systematischen Suche entstand der "Catalogue of Galaxies and of Clusters of Galaxies" (6 Bände, 1961-1968). Ebenfalls 1937 wies er auf die Möglichkeit hin, dass Galaxien als Gravitationslinsen wirken können. Mit besseren Instrumenten entdeckte er intergalaktische Materie und Brücken sowie die Humason-Zwicky-Objekte (schwache blaue Sterne). Während und nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte er sich an der Entwicklung von Raketentriebwerken. In den 1930er Jahren befasste er sich auch mit der Morphologie als Erkenntnismethode. 1972 erhielt er die Goldmedaille der Royal Astronomical Society in London.

Quellen und Literatur

  • Morphological Astronomy, 1957 (Nachdr. 2013)
  • LAG, Nachlass
  • A. Stöckli, R. Müller, Fritz Zwicky, Astrophysiker, 2008
Weblinks
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 14.2.1898 ✝︎ 8.2.1974

Zitiervorschlag

Günter Scharf: "Zwicky, Fritz", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 17.11.2015. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028987/2015-11-17/, konsultiert am 18.07.2024.