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Büttenberg

Ehemalige Kirche und Wüstung in der politischen Gemeinde Safnern (BE). Prähistorische (eventuell neolithisch-bronzezeitliche; Schalenstein) und römische Funde weisen auf eine frühe Besiedlung im Raum des mittelalterlichen Dorfs Büttenberg (1228 Montpottum, 1258 Buttenberg) hin. Dessen Pfarrkirche (1228 erwähnt, Bartholomäus-Patrozinium, Friedhof) betreute die Dörfer Orpund, Safnern und Scheuren. Ministerialen von Schwanden (Burgstelle) schenkten den Kirchensatz 1258 dem Kloster Gottstatt, dessen Mönche den Gottesdienst bis zur Reformation versahen. Noch 1466 erneuerte man die Kirche. Vielleicht als Folge der spätmittelalterlichen Agrarkrise ging die Siedlung bis auf den Bartholomäushof ein. Nach der Reformation gab der neue Kirchenherr Bern das Gotteshaus auf, teilte die Kirchgenossen der nun reformierten Kirche Gottstatt zu und liess Büttenberg verfallen (1760 noch Reste vorhanden).

Quellen und Literatur

  • Die Kunstdenkmäler des Kantons Bern, Landband 3, 2005, 180
Kurzinformationen
Ersterwähnung(en)
1228: Montpottum
1258: Buttenberg

Zitiervorschlag

Dubler, Anne-Marie: "Büttenberg", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 16.07.2002. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028991/2002-07-16/, konsultiert am 28.02.2021.