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Fort de l'Ecluse

Jurass. Klus, Strasse und befestigte Stellung südwestlich von Genf in der Gem. Léaz (Dep. Ain, F). Der Engpass der Rhone ist strategisch so bedeutsam, dass eine Wehranlage schon im Altertum zu vermuten ist. Ein Castrum von Cluse wird 1277 erwähnt. 1293 verkaufte es Guillaume de Joinville, Herr von Gex, an Amadeus V., Gf. von Savoyen. Im späteren Streit um seinen Besitz behauptete sich das Haus Savoyen gegen die mit den de Faucigny verbündete Fam. von Gex. Ende des 15. Jh. wurde das Schloss zur Festung umgebaut, die in versch. Kriegen im 16. Jh. eine wichtige Rolle spielen sollte: Die Berner besetzten sie am 13. Febr. 1536. Genf und Savoyen kämpften 1589-93 um die Festung. Im Vertrag von Lyon 1601 wurde sie an Frankreich abgetreten. Im 17. Jh. unternahm man bedeutende Arbeiten an der Anlage. Im 19. Jh. wurde das untere Fort völlig erneuert und oberhalb desselben eine befestigte Kaserne errichtet, um Angriffen vom Gebirge her zu begegnen. 1939 wurde das Fort wieder aufgerüstet. Es widerstand den dt. Truppen vom 22. bis zum 24. Juni 1940. 1981 wurde es von der Armee aufgegeben und von einem Zweckverband von Gemeinden erworben.

Quellen und Literatur

  • L. Blondel, Châteaux de l'ancien diocèse de Genève, 1956, 214-217
  • A. Malgouverné, Richesses touristiques et archéologiques du canton de Collonges, 1989, 114 f.
  • Il était un fort: Fort l'Ecluse, porte du Pays de Gex, 1995