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Heinrich IV.

11.11.1050 möglicherweise Goslar (Harz), 7.8.1106 Lüttich, Speyer. Sohn von Ks. Heinrich III. 1) 1066 Bertha von Turin, Tochter von Gf. Otto von Savoyen, 2) 1089 Adelheid, vermutlich Tochter des Grossfürsten von Kiew. 1053 zum (Mit-)König gewählt, 1056-65 Regentschaft seiner Mutter Agnes, 1084 Kaiser. Nach anfängl. Wohlwollen gegenüber der Kirchenreform wurde H. 1075 durch den Investiturstreit zum Gegner Papst Gregors VII., der H. 1076 exkommunizierte, 1077 nach dem Bussgang nach Canossa vom Bann löste, 1080 jedoch erneut bannte. Gegenüber den Gegenkönigen Rudolf von Schwaben und Hermann von Salm (Sachsen) konnte sich H. behaupten. Der Investiturstreit spaltete Schwaben und Burgund in Anhänger (Abt von St. Gallen, Lenzburger, Bf. von Sitten, Lausanne und Basel) und Gegner H.s (Abtei Reichenau, Rheinfelder, Zähringer, Nellenburger, Habsburger, Kyburger). Das Herzogtum Schwaben übertrug H. 1079 dem Staufer Friedrich, Gebiete in der Waadt dem Bf. von Lausanne, die Grafschaft im Buchsgau 1080 und die Abtei Pfäfers 1095 dem Bf. von Basel.

Quellen und Literatur

  • HbSG, 150-153
  • LexMA 4, 2041-2043
  • F.W. Bautz, Biogr.-Bibliograph. Kirchenlex. 2, 1990, 667-670
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