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Adolf von Nassau

um 1255, 2.7.1298 Göllheim (Rheinland-Pfalz), seit 1309 im Dom zu Speyer. Sohn von Graf Walram II. 1270 Imagina von Isenburg-Limburg, Tochter von Graf Gerlach I. Gegen den Habsburger Albrecht I. am 5. Mai 1292 auf Betreiben Erzbischof Siegfrieds II. von Köln zum deutschen König gewählt und am 24. Juni 1292 gekrönt, entbehrte Adolf von Nassau als kleiner niederrheinischer Territorialherr einer tragenden wirtschaftlichen Basis und wurde in seinem politischen Handlungsspielraum durch finanziell stark belastende Wahlzugeständnisse weiter eingeschränkt. 1293 bestätigte er die Privilegien von Zürich, Bern und Konstanz, 1297, im Kampf mit dem habsburgischen Gegenspieler Albrecht, erstmals auch jene von Schwyz (von 1240) und Uri. Von den Kurfürsten am 23. Juni 1298 abgesetzt, fiel er wenige Tage später in der Schlacht gegen Albrecht bei Göllheim.

Quellen und Literatur

  • Aegidius Tschudi, Chronicon Helveticum, Tl. 3, bearb. von B. Stettler, 1980, 144-146
  • HbSG, 184-186
  • LexMA 1, 157-159
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Lebensdaten ∗︎ um 1255 ✝︎ 2.7.1298

Zitiervorschlag

Franziska Hälg-Steffen: "Adolf von Nassau", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.03.2016. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/029201/2016-03-04/, konsultiert am 23.04.2024.