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Rudolf III. vonRapperswil

nach 1223 . Unklare Herkunft und Nachkommenschaft, wahrscheinlich verwandt mit den Herren von Vaz. R. wurde evtl. in Alt-R. als stauf. Reichsvogt eingesetzt und soll in dieser Funktion 1210/12 neben seinem Kyburger Lehensherrn Gf. Ulrich V. mit dem Fraumünster um den Rümlanger Zehnten gestritten haben. 1217 stiftete er das Lazariterhaus Gfenn in Dübendorf. Im gleichen Jahr wird R. im Zusammenhang mit dem Marchenstreit erwähnt: Er habe sich in dieser Zeit im Hl. Land aufgehalten. Ohne Titel taucht vermutlich R. 1223 mit seinem Bruder Ulrich de Griffenberch (Greifenberg) in einer Beromünster Urkunde als Zeuge auf. Daraus lässt sich ableiten, dass auch Heinrich II. (->) sein Bruder gewesen sein könnte. 1229 vergabte Vogt R. die Kirche Bollingen an das Kloster Rüti. Neben der offenen Frage, wie die Bezeichnung Vogt bei den Rapperswilern in dieser Zeit zu deuten sei, bleibt die Abgrenzung zu Rudolf IV. (->) unsicher und die Quellenlage zweifelhaft. In der Tradition gilt R. als Gründer der Stadt R.

Quellen und Literatur

  • R. Sablonier, «Die Gf. von R.», in Gfr. 147, 1994, 5-44
  • R. Sablonier, Gründungszeit ohne Eidgenossen, 2008

Zitiervorschlag

Mente, Michael: "Rapperswil, Rudolf III. von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.07.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/029247/2010-07-27/, konsultiert am 21.10.2020.