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Filippo MariaVisconti

23.9.1392 Mailand, 13.8.1447 Mailand. Sohn des Gian Galeazzo (->) und der Caterina geb. V. 1) 1412 Beatrice di Tenda (Lascaris), Witwe des Facino Cane, Heerführers, 2) 1427 Maria von Savoyen, Tochter von Amadeus VIII., des späteren Papstes Felix V. Nach dem Tod des Vaters 1402 wurde V. Gf. von Pavia und erlangte die Herrschaft über einige lombard. Städte und Gebiete. Nachdem er die übrigen Anwärter ausgeschaltet hatte, wurde er 1412 Hzg. von Mailand. 1416 erhielt er die kaiserl. Anerkennung und begann unverzüglich mit der Wiedereroberung der herzogl. Ländereien, die in Feindeshand gefallen waren oder sich dem Landesherrn widersetzt hatten. 1416 nahm V. Como und die Festungen des Sottoceneri erneut ein, setzte in den folgenden Jahren die Rückeroberung fort und unterwarf 1421 sogar Genua. Die Eidgenossen wurden aus der von ihnen besetzten Festung Bellinzona verjagt und nach dem lombard. Sieg in der Schlacht von Arbedo 1422 kamen auch die nördl. Gebiete des mailänd. Staats wieder unter dessen Herrschaft. Der Herzog entschied aber vorsichtshalber, mit den eidg. Orten Verhandlungen aufzunehmen. Diese endeten 1426 mit der Unterzeichnung des ersten Mailänder Kapitulats. Nach einem kurzen Feldzug der Eidgenossen überliess V. die Leventina 1441 vorübergehend den Urnern. Was zunächst als Folge eines überstürzten polit. Kalküls erschien, sollte später schwerwiegende Folgen für die Beziehungen zwischen den Waldstätten und der herzogl. Regierung haben.

Quellen und Literatur

  • LexMA 8, 1721 f.
  • G. Vismara et al., Ticino medievale, 1990
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Lebensdaten ∗︎ 23.9.1392 ✝︎ 13.8.1447