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Walter vonVaz

vor 1255, 4.11.1284. Sohn des Walter und einer Gräfin von Montfort. Liukarda von Kirchberg. 1268 wurde Walter von Vaz kaiserlicher Vogt (advocatus) über die bischöflichen Besitzungen in der ehemaligen Grafschaft Oberrätien. 1283-1284 war er Gefolgsmann von König Rudolf von Habsburg und in dessen Auftrag Podestà von Como. Im Gegensatz zu seinen Nachkommen unterhielt er ein ungetrübtes Verhältnis zum Bischof von Chur. Zur Vermehrung seiner Herrschaftsgebiete und Einkünfte sowie zur Verstärkung seiner militärischen Kräfte siedelte er deutschsprachige Kolonisten aus dem Wallis in den Hochtälern Rheinwald und Davos an. Im sogenannten Freiheitsbrief von 1277 gewährte er seinen neuen Untertanen (den sogenannten Walsern) das Privileg der niederen Gerichtsbarkeit mit freier Ammannwahl. Dieses wurde 1289 bestätigt.

Quellen und Literatur

  • J.L. Muraro, Unters. zur Gesch. der Frh. von Vaz, 1972
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ vor 1255 ✝︎ 4.11.1284

Zitiervorschlag

Martin Bundi: "Vaz, Walter von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 15.01.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/029270/2014-01-15/, konsultiert am 25.02.2024.