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GuillaumeFatio

11.9.1865 Genf, 4.6.1958 Genthod, ref., von Genf und Vevey. Sohn des Edouard, Bankiers, und der Emilie geb. Barbey. 1892 Marguerite Pictet, Tochter des Alphonse, Bankiers, später Entomologen. 1883-86 Banklehre in Genf. 1887-90 Kassier bei Iselin & Cie. in New York, 1891-1920 Direktor der Caisse mutuelle pour l'épargne de Genève, anschliessend bis 1934 Verwalter versch. Genfer Banken. Gleichzeitig schlug F. eine publizist. Laufbahn ein und wurde eine Persönlichkeit des öffentl. Lebens von Genf, wobei nicht polit. Ämter den Schwerpunkt seines Engagements bildeten (von der Mitwirkung in polit. Gruppen abgesehen war er nur 1914-26 als stellvertretender Gemeindepräs. und 1926 als Gemeindepräs. von Genthod tätig). Zusammen mit seinem Bruder, dem Architekten Edmond F., setzte er sich für Heimatschutz, Stadtplanung, Gesundheitswesen und soziale Fürsorge ein. Auf Grund seiner Kenntnisse der angelsächs. Welt wurde er von 1920 an zum offiziellen Bindeglied zwischen Schweizer Behörden und internat. Organisationen (ILO, Völkerbund, Abrüstungskonferenz). 1922 wurde er in die USA entsandt, um für die Univ. Genf zu werben, und 1935 machte er dort im Auftrag der Carnegie-Stiftung die Arbeit des Völkerbunds bekannt. In über vierzig Publikationen vermittelte F. einem breiten Publikum die Geschichte Genfs, wobei er v.a. mit dem Fotografen Fred Boissonnas zusammen arbeitete. Sein Buch "Ouvrons les yeux" (1904) machte Epoche im schweizer. Heimatschutz. 1945 Dr. h.c. der Univ. Genf.

Quellen und Literatur

  • «Liste chronologique des ouvrages de Guillaume F.», in BHG 11, 1958, 317-324
  • G. Fatio, Soixante-treize années de bonheur 1865-1938, Ms.
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Lebensdaten ∗︎ 11.9.1865 ✝︎ 4.6.1958