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Giovanni deCastelmur

Porträt von Giovanni de Castelmur. Fotografie, um 1850 (Rätisches Museum, Chur).
Porträt von Giovanni de Castelmur. Fotografie, um 1850 (Rätisches Museum, Chur).

8.1.1800 Stampa, 24.6.1871 Nizza, reformiert, von Stampa. Sohn des Antonio de Castelmur, Konditoreibesitzers in Marseille, und der Maria Stampa. 1840 Annetta de Castelmur, Tochter des Podestà Giovanni de Castelmur, von Stampa. Nach einer Schulausbildung in Marseille widmete sich Giovanni de Castelmur den Politik- und Rechtswissenschaften und führte in Nizza seine eigene Konditorei. 1839 liess er die verfallene Kirche Nossa Donna oberhalb von Promontogno (Castelmur) restaurieren; ab 1840 erbaute er den Palazzo Castelmur in Coltura. Er publizierte 1830 Alcune riflessioni politiche und übersetzte 1836 Heinrich Zschokkes zweibändige Geschichte des Freistaats der drei Bünde im hohen Rhätien von 1828 ins Italienische. 1863 finanzierte er die Drucklegung des Kirchengesangbuchs Salmi e cantici sacri. Unter Napoleon III. wurde er um 1860 in Anerkennung seiner sozialpolitischen Veröffentlichungen zum Freiherrn ernannt.

Quellen und Literatur

  • Castelmur, Giovanni de: Alcune riflessioni politiche, 1830.
  • Zschokke, Heinrich: Storia della Repubblica delle Tre Leghe nell’alta Rezia, 2 Bde., 1836 (aus dem Deutschen übersetzt von Giovanni de Castelmur).
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Kurzinformationen
Variante(n)
Giovanni di Castelmur
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 8.1.1800 ✝︎ 24.6.1871

Zitiervorschlag

Dolf Kaiser: "Castelmur, Giovanni de", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.08.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/030101/2021-08-12/, konsultiert am 10.08.2022.