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Karl FriedrichGegauf

9.11.1860 Wahlwies (Baden, D), 13.12.1926 Steckborn, kath., ursprünglich aus Wahlwies, ab 1907 von Steckborn. Sohn des Johann Georg, Arztes. 1) 1888 Maria Troll, aus Schwarzach (Vorarlberg), 2) 1900 Maria Haug, aus Mühlhausen (Baden, D). Ab 1876 Mechanikerlehre in Hindelwangen (heute Ortsteil von Stockach, Hegau) und Radolfzell, 1880 Mitarbeiter der Stickmaschinenfabrik Georg Baum in Rorschach. Ab 1886 produzierte G. in Tägerwilen selbst erfundene Monogramm-Stickapparate sowie Stickereien. 1890 verlegte er den Betrieb (1890-1917 Gebrüder Gegauf, bis 1919 Gegauf & Co.) nach Steckborn. 1892 liess er die erste Hohlsaum-Nähmaschine der Welt patentieren, deren Weiterentwicklung und Serienherstellung bis 1932 die Basis der Firma bildete. 1919 gründete G. eine eigene Firma (Karl Friedrich Gegauf). Nach der Eröffnung der Kunstseidenfabrik Steckborn 1923/24 entwickelte er eine Unterbind- oder Fitzmaschine für Kunstseide, die 1926 produktionsreif war und bis 1932, als die Bernina-Maschine eingeführt wurde, ebenfalls ein Standbein der Firma war. 1890 erster Autobesitzer im Thurgau.

Quellen und Literatur

  • M. Dutli-Rutishauser, «Karl Friedrich G. (1860-1926)», in Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik 21, 1969, 81-116
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Zitiervorschlag

Salathé, André: "Gegauf, Karl Friedrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 31.10.2006. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/030488/2006-10-31/, konsultiert am 01.12.2020.