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PierreLanguetin

30.4.1923 Lausanne, 22.10.2020, reformiert, von Lignerolle. Sohn des Agénor Languetin, Polizeifeldweibels. Florence Lobo, Spanierin. Pierre Languetin schloss sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Lausanne 1946 mit dem Lizentiat ab und absolvierte anschliessend an der London School of Economics eine Fortbildung. 1949-1954 vertrat er die Schweiz im Generalsekretariat der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC, später OECD) in Paris, trat 1955 in das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement ein und leitete 1956-1965 das Sekretariat der Abteilung Handel. Als Delegierter für Handelsabkommen mit Ministertitel war Languetin ab 1966 für die Verhandlungen mit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und den Staaten der Europäischen Gemeinschaft verantwortlich. 1968 folgte die Ernennung zum Botschafter und Kopräsidenten der Schweizer Delegation, welche die Freihandelsabkommen mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG, später Europäische Union) aushandelte. Als Mitglied der Generaldirektion der Schweizerischen Nationalbank 1976-1988, die er 1985-1988 präsidierte, verfolgte Languetin eine Politik der Preis- und Währungsstabilität. Er sass 1985-1988 im Verwaltungsrat der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und war Vizepräsident der Verwaltungsräte der Sandoz AG (1988-1995) und der Paribas Suisse in Genf (1989-1996). Die Universität Lausanne verlieh ihm 1979 den Ehrendoktor.

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Lebensdaten ∗︎ 30.4.1923 ✝︎ 22.10.2020

Zitiervorschlag

Gilbert Marion: "Languetin, Pierre", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.09.2021, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/030717/2021-09-14/, konsultiert am 29.06.2022.